Das längste Ultra-Rennen der Welt! Das Trans-Siberian Extreme geht über 9400 km und 79.000 Höhenmeter durch fünf Klimazonen. Am 5. Juli geht es los. Von Moskau in 14 Etappen bis nach Wladiwostok. Mit dabei: FOCUS Bikes. Wir haben unseren Langdistanzhelden Matthias Fischer (25 Jahre, Maschinenbautechniker) und Martin Temmen (31, Doktorand TU Dortmund) zum Interview gebeten.

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Warum macht ihr das?

WIR FAHREN GERNE FAHRRAD!

Matthias: Ich fahre Amateurrennen. Mir haben Langstreckenfahrten immer Spaß gemacht und ich war manchmal sogar etwas traurig, dass sie dem Training für die Amateurrennen im Wege standen. Ein neues Ziel musste her und so kam Martins Vorschlag bei Red Bull Trans-Siberian Extrem 2016 mitzufahren genau richtig. 9400 Km im Rennmodus? Geil! Das Abenteuer reizt mich. Ich glaube auch, dass mir das liegt (mit meinem Elefantenherz).

Martin: Ich mag Radrennen, mag Russland und koche nicht so sonderlich gerne. Da klingt es doch optimal, 24 Tage auf dem Rad durch Russland zu fahren und dabei auch noch komplett von einer Support Crew umsorgt zu werden!

Warum ausgerechnet dieses Rennen?

Martin: Einerseits ist da die sportliche Herausforderung. Nachdem ich im vergangenen Jahr Paris-Brest-Paris gefahren bin, habe ich direkt nach neuen Herausforderungen gesucht. Ich kam nach Hause, war total geflasht und dachte „sowas willst du nochmal machen“. Zwei Tage später habe ich dann zufällig einen Vortrag von Thomas John und Johannes Rosenberger gesehen, die gerade einen Monat vorher an der ersten Auflage des Rennens teilgenommen hatten. Das hat mir gefallen. Wiederum zufällig habe ich dann ein paar Tage später Alina kennengelernt, die die beiden als Physiotherapeutin begleitet hat. Sie hat mir von dem Rennen erzählt, wodurch das alles greifbar wurde. Als Mitfahrer kam ohnehin nur Matthias in Frage und als er dann auch begeistert war haben wir mit der Organisation begonnen. Alina wird in diesem Jahr übrigens wieder bei dem Rennen dabei sein und uns begleiten. Wir können also ein bisschen von den Erfahrungen des Vorjahres profitieren.

Auf der anderen Seite ist Russland super spannedn. In Russland war ich zweimal. Dabei habe ich Russland als ein unheimlich vielfältiges Land mit vielen unterschiedlichen Kulturen und hilfsbereiten Menschen erlebt. Das erste Mal war ich mit dem Rad dort. Damals war ich nur im äußersten nordwestlichen Teil bis St. Petersburg. Das zweite Mal bin ich mit der Transsibirischen Eisenbahn gefahren. Die Transsib-Reise habe ich mit meiner damaligen Freundin im Winter unternommen. Sie hat sich eine Lungenentzündung eingefangen, was bei -30°C nicht wirklich ein Spaß ist. Daher mussten wir die Reise am Baikalsee abbrechen. Die Strecke von Ulan Ude bis Wladiwostok ist also noch offen.

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Habt ihr sowas vorher schon mal gemacht?

So ein langes Rennen mit eigener Support Crew noch nie. Das ist für uns tatsächlich auch ein weiterer Reiz an der Sache – ein Team zusammenzustellen, auf das wir uns während des Rennens voll und ganz verlassen können. Außerdem haben wir viel Zeit zusammen auf dem Rad verbracht, haben als Team an unterschiedlichen Radrennen teilgenommen und sind auch schon gelegentlich lange Strecken am Stück zusammen gefahren (bis ca 500km non-stop).

Unsere ersten gemeinsamen Radevents, waren MTB Marathons. Dann sind wir 2011 die Tour Trans Alp zusammen gefahren. Da wurde klar, dass wir im Team gut harmonieren.

Einmal im Jahr zelebrieren wir den längsten Tag des Jahres und machen eine lange Radtour mit Freunden. Das Highlight war Hanau – Prag in knapp unter einem Tag.

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Wie bereitet ihr euch vor?

Wir fahren einfach viel Rad. Ausgleichstraining im Kraftraum um den Rumpf zu stärken ist auch sehr wichtig. Sämtliche Wege im Alltag werden auch mit dem Rad gefahren. Da die Tage endlich wieder länger werden, kann man auch wieder sehr lange Einheiten fahren. Vor dem Rennen werden wir natürlich auch mal wirklich lange auf dem Rad sitzen. Zusammen mit FOCUS organisieren wir gerade eine 600 km-Fahrt von den Derby Cycle Werken in Cloppenburg zum Büro Stuttgart. Wir starten am Freitag, den 13. Mai, in Cloppenburg und fahren non-stop nach Stuttgart.

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UNSER TEAM
NUTZTE IZALCO MAX

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