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FOCUS Bike Story des Jahres: Platz 2

Tobias Feyrer; L.B. › 30.10.2010

Die Gewinner sind ermittelt: Die schönsten FOCUS Bike Stories des Jahres gibt es hier:

Das erste Mal oder unerwarteter Erfolg
Zur eigentlichen Geschichte: Ich fahre leidenschaftlich gerne Rad, bisher nur mit Trekkingrädern. Vor drei Monaten habe ich mir ein Focus Crossrennrad Mares von meinem Ersparten gekauft. Ich bin in der ersten Woche fast jeden Tag eine Runde mit dem Bike gefahren. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich im Internet nach Radrennen geschaut habe. Durch Zufall bin ich auf das Bergzeitfahren in Bad Mergentheim gestoßen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich angefangen zu trainieren, denn ich wollte unbedingt bei diesem Rennen mitfahren. Jeden Tag habe ich zwischen 30 und 50 km abgespult. Ich habe gemerkt, dass meine Kondition nach dem alltäglichen Fahren immer besser wurde. 2 Wochen vor dem Rennen meldete ich mich für dieses an. Ich lief unter der Altersklasse Schüler. Bis zum Rennen trainierte ich immer fleißig weiter. Dann war es soweit. Der 18. September Tag des Rennens. Ein wunderschöner Tag, perfekt zum Rad fahren geeignet. Ich war natürlich schon früh morgens unterwegs. Die Stunden verronnen und das Rennen rückte immer näher. Nach und nach lud ich alle wichtigen Dinge ins Auto meines Vaters. Natürlich auch das Crossrennrad. Als wir dann 1 1/2 Stunden vor dem Rennen in Bad Mergentheim angekommen waren, holte ich mir meine Startnummer ab. Wie der Zufall es wollte, es war die 21.Schonjetzt wusste ich, das ist meine Glückszahl. Da ich am 21. Februar Geburtstag habe und damit war ich natürlich noch otivierter. Um ein bisschen schneller zu sein, hat mir mein Vater statt Crossreifen dünne Reifen montiert. Die Zeit verging wie im Flug. Jetzt waren es noch ungeflihr 30 Minuten bis zum Start um 15.00 Uhr. Ich testete meinen Reif.e.. ndruck und stellte fest, dass am hinteren Reifen Luft fehlte. Dann holte ich den Mini-Kompressor, den wir immer dabei haben, aus dem Auto und schraubte die Ventilkappe ab. Dann geschah etwas Unglaubliches. Beim Aufdrehen der Ventilkappe, ging das ganze Ventil mit raus. Kaum geschaut was los war, war die Luft auch schon aus dem Reifen entwichen. Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf. Ist mein erstes Rennen schon vor dem Start zu Ende? Warum muss das gerade jetzt passieren? Muss ich jetzt zu schauen, wie die anderen Radler den Berg hinauf jagen, obwohl ich dasselbe so gerne gemacht hätte? Nach diesen Schrecksekunden machten wir uns an die Arbeit, um zu schauen, ob man noch etwas reparieren konnte. Wir waren vor lauter Aufregung so nervös, das wir das Ventil erst nach ein paar Versuchen wieder rein bekamen .. Mein Vater half mir dabei wieder Luft reinzupumpen. Nun kam der große Augenblick. Bleibt die Luft drin? Und Gott sei Dank, es hielt. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass ich trotz dieser Panne starten konnte.
Nun war es soweit. Der ersehnte Augenblick war gekommen. Kurz vor Rennbeginn fuhr ich mich auf der Ebenen kurz warm, den ich hatte ja durch diese Panne nicht mehr viel Zeit. Dann stand ich am Start. Im 30 Sekundenabstand fuhren die Fahrer los, dabei stellte ich fest, dass meine Ausrüstung nicht die Beste war, denn die meisten Fahrer hatten bessere Räder und Klickpedale. Ob es mit diesen schneller geht?Dann war es soweit. Noch 30 Sekunden bis zum Start und ich stellte mich auf die Startrampe.
Dann fuhr ich los. Voller Ergeiz trat ich in die Pedale. Ich fühlte mich trotz dieser Panne sehr gut. Als ich im Ziel ankam, bekam ich vor lauter Auspowern meine Zeit nicht genau mit. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden nach und nach die Platzierungen durchgesagt.
Als Platz 4 aufgerufen wurde habe ich mich schon gefreut unter den ersten 3 zu sein. Aber es kam noch besser. Als es hieß, nun kommt Platz 2 bin ich schon losgelaufen, musste aber wieder zurück, da ein andere Name aufgerufen wurde. So wurde ich Erster in meiner Altersklasse. Ich war überwältigt und konnte vor lauter Rührung gar nicht richtig wahrnehmen, was ich da geleistet hatte.