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Teaser 1

Focus SAM 1.0 - Testbericht von Focus Rapiro Racing

Marvin Augustyniak und Tobias Rotermund vom FOCUS Rapiro Racing Team – sonst auf dem Raven 29R unterwegs – haben das SAM 1.0 etwas detaillierter unter die Lupe genommen. Hier ist der Bericht:

 Ohne mich vorher näher über das Bike zu informieren, schwang ich mich auf den Sattel. Zwei Stunden verbrachte ich im Braunschweiger Park, ein kleiner Spielplatz für Biker. Jedoch kam mir schnell der Eindruck, oder drängte sich mir eher die Frage auf, für was braucht man so ein Bike? Das SAM wirkte für mich bergab etwas unterfordert und bei steileren Anstiegen etwas überfordert. Mit gemischten Gefühlen brachte ich das Bike schließlich nach Hause, in meinen Kopf machte sich nur ein Gedanke breit – Was lief falsch?

Ein neuer Plan musste her – ich überdachte Schritt für Schritt meine Herangehensweise. Mein erster Beschluss fiel prompt, das SAM braucht gröberes Gelände, der kleine Park reicht nicht aus. Kein Problem für mich, das Mittelgebirge Harz habe ich vor der Haustür. Nun heißt es auch, sich mit dem Fahrrad genauer auseinander zu setzen – vielleicht reicht es nicht aus, sich einfach auf das Rad zu schwingen und los zu treten. Ein Glück, denn für mich eröffneten sich unerwartete Möglichkeiten. Das SAM bietet mit der Rock Shox Pike Federgabel eine Vielzahl von Einstellungen - Rebound, Travel/-Pedalmodus und Absenkstufe sind nur einige von vielen Features. Auch der Dämpfer Monarch RC3 Plus steht diesen in nichts nach. Die ersten Höhenmeter wurden erklommen mit der neuen Fahrwerks Einstellung, ein Unterscheid wie Tag und Nacht. In den Downhills ist es souverän, wendig und das Fahrwerk macht einen verspielten und sehr sicheren Eindruck. Ein Traum auf zwei Rädern!
Nach 7 Stunden auf dem Sattel, sitze ich noch immer bequem und habe weder Ermüdungserscheinungen vom Klettern oder gar von den Abfahrten. Mit neuer Euphorie und meinen neuen Erkenntnissen, nahm ich den Rosstrappen Downhill in Angriff. Die 2.000m lange Strecke, gespickt mit Stock und Stein, Road- Gaps und Steilkurven, Tables und Double, garantieren Action und Adrenalinkicks. Das Focus SAM steckt alles problemlos weg. Der leichte und steife Aluminium Rahmen fährt sich besser als manch anderes Downhill-Bike.

Für wen ist das SAM? Meiner Meinung nach für jeden, der im Mittelgebirge bis Hochgebirge unterwegs ist. Klar liegt die Stärke des SAM nicht im Klettern, aber man möchte ja auch nicht einen Marathon mit dem Rad gewinnen. Seine Stärken liegen ganz klar bei den technischen Abfahrten.

 

Text: Marvin Augustyniak

Fotos : Marvin Augustyniak & Robert Timmermann

Fahrer : Tobias Rotermund